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Müll- und Straßenreinigung-Gebühren

Müllgebühren bleiben 2012 konstant

Die Kosten für die Straßenreinigung steigen dagegen an. Für die wöchentliche Reinigung der Fahrbahn müssen Eigentümer eines durchschnittlichen Bonner Grundstücks im Jahr 3,06 Euro mehr zahlen.

Eine gute Nachricht hat die Stadt Bonn für ihre Bürgerinnen und Bürger bei den Müllgebühren. Die Gebührensätze für die Restmüllentsorgung bleiben gegenüber 2011 unverändert. Die Kosten für die Müllverbrennung sind gesunken, und die Stadt Bonn kann durch den Rückbau der Absauganlage in Tannenbusch weiter Kosten reduzieren. So gelingt es trotz hohem Aufwand für die laufende Sanierung der Deponie Bornheim-Hersel, die Gebühr stabil zu halten. Angeboten wird künftig auch eine 100-Liter-Restmülltonne, die vielfach gewünscht wurde, aber erst jetzt von den Herstellern bereitgestellt werden kann.

 

Auch für die städtischen Sammelstellen ergeben sich Neuerungen: Wie schon immer für Renovierungsabfälle, Sperrmüll oder Restmüll soll künftig auch für Bauschutt pro Kofferraumladung eine Gebühr von fünf Euro erhoben werden. Dieser war bisher kostenlos angenommen worden, da eine Vermarktung als Recyclingmaterial niedrige Entsorgungskosten versprach. Diese so genannten inerten Abfälle sind jedoch häufig stark mit Fremdstoffen verunreinigt, so dass die Entsorgungskosten in der Vergangenheit stark angestiegen sind. Hier weiterhin auf eine Gebühr zu verzichten, ist daher nicht möglich. Im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz werden die Verwaltungsvorschläge erstmals am Donnerstag, 17. November, diskutiert. Die Entscheidung trifft der Rat am 20. Dezember.

Die Gebühren für die Straßenreinigung steigen an

Auf die Bonner Bürgerinnen und Bürger kommen im nächsten Jahr höhere Straßenreinigungsgebühren zu. Legt man ein für Bonn typisches Haus mit neun Metern Frontlänge in einer hauptsächlich von Anliegern genutzten Straße zugrunde, steigen die jährlichen Gebühren um 9,34 Prozent. Das bedeutet Mehrkosten von 3,06 Euro, insgesamt müssen für das Beispielhausgrundstück somit 35,82 Euro im Jahr gezahlt werden. In diesem sowie im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Straßenreinigungsgebühr konstant bei 32,76 Euro.

Die Gebührenanhebung ist unter anderem auf das Projekt "Mehr Sauberkeit" zurückzuführen. In diesem Jahr wurden als Modellversuch elf zusätzliche Mitarbeiter für die Straßenreinigung auf ein Jahr befristet eingestellt. Diese Personalkosten sowie die Kosten für eine seit langem zwingend erforderliche personelle Verstärkung im Bereich Planung, Organisation und Logistik im Amt für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft sind in die Kalkulation mit eingeflossen.


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